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Infrarotheizung-Rechner

Zwei Zahlen entscheiden, und die zweite steht in keinem Angebot: wie viel Watt der Raum braucht — und was der Strom dafür im Jahr kostet.

Stell Raumgröße, Höhe und Dämmzustand ein. Der Rechner nennt den Bedarf in Watt, zeigt die Geräte aus dem Vergleich, die ihn decken, und rechnet die Stromkosten für ein Jahr aus.

Was der Betrieb kostet

Vorgabe Strompreis: Durchschnitt 2026 laut BDEW (Stand August 2026). Mit deinem Tarif überschreiben.

Warum hier eine andere Zahl steht als im Angebot

Fast jedes Angebot nennt eine Raumgröße: „geeignet für 20 m²". Rechnet man diese Angaben zurück, landet man bei den Geräten in unserem Vergleich im Median bei 40 Watt je Quadratmeter. Als Faustregel nennt co2online je nach Dämmzustand dagegen etwa 60 bis 100 Watt pro Quadratmeter; der ADAC nennt für Neubauten 40 bis 70, für sanierte Altbauten 60 bis 100. Der Rechner arbeitet mit drei Stufen – eine eigene Vereinfachung; im unsanierten Altbau kann der Bedarf höher liegen:

  • 60 W/m² im Neubau oder bei sehr guter Dämmung
  • 80 W/m² bei normaler Dämmung
  • 100 W/m² im Altbau oder bei schlechter Dämmung

Das ist der Unterschied zwischen „das Gerät kann einen 20-m²-Raum unterstützen" und „dieser Raum wird damit allein warm". Für einen normal gedämmten 20-m²-Raum sind das 1.600 statt 800 Watt — das Doppelte.

Die Raumhöhe fehlt in fast jeder Angabe. Die W/m²-Regel unterstellt rund 2,5 Meter. Bei 3 Metern heizt du ein Fünftel mehr Luftvolumen, und der Bedarf steigt entsprechend. Der Rechner oben fragt die Höhe deshalb ab.

Die Betriebskosten sind die größere Hälfte

Eine Infrarotheizung kostet in der Anschaffung wenig. Das ist auch der Grund, warum sie so oft empfohlen wird. Der Strom dafür kostet aber jedes Jahr wieder — und weil Infrarot Strom eins zu eins in Wärme wandelt, gibt es hier keinen Faktor wie bei einer Wärmepumpe, die laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme macht.

Der Rechner arbeitet mit einer Taktung von 60 Prozent: Ein Thermostat schaltet das Paneel ab, sobald die Temperatur steht. Über die Heizstunden gemittelt zieht es deshalb nicht durchgehend. Ohne Thermostat läuft es durch — dann liegen die Kosten in dieser Rechnung um zwei Drittel höher, und genau deshalb steht der Thermostat bei uns im Zubehör an erster Stelle.

Wann sich Infrarot rechnet — und wann nicht

Die ehrliche Antwort hängt daran, wie oft der Raum geheizt wird:

  • Sinnvoll in Räumen, die selten und kurz warm sein müssen: Bad am Morgen, Gästezimmer, Hobbyraum, Werkstatt, Wintergarten. Dort gewinnt die niedrige Anschaffung, weil wenige Betriebsstunden zusammenkommen.
  • Sinnvoll als Ergänzung dort, wo eine Zentralheizung den Raum nicht mitversorgt oder wo sich das Nachrüsten eines Heizkörpers nicht lohnt.
  • Selten sinnvoll als alleinige Heizung für Wohnräume, die den ganzen Winter warm sein sollen. Rechne das im Rechner oben mit acht Stunden am Tag über sechs Monate durch — die Summe beantwortet die Frage von selbst.

Was die Rechnung nicht kann

Sie arbeitet mit Flächen, Höhe und einer Faustregel. Nicht enthalten sind Fensterflächen, Außenwände, Deckenhöhe über einem unbeheizten Keller und die Frage, ob der Nachbarraum mitheizt. Für eine belastbare Auslegung braucht es eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831; die macht ein Fachbetrieb. Der Rechner hier sagt dir, ob du in der richtigen Größenordnung suchst — nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Vom Bedarf zum passenden Gerät

Steht die Wattzahl, zeigt der Rechner direkt die Geräte aus dem Vergleich, die sie mit einem einzelnen Paneel decken. Reicht keines, nennt er zwei, die zusammen hinkommen — zwei kleinere Paneele verteilen die Wärme im Raum ohnehin gleichmäßiger als ein großes. Zum Vergleich.

Häufige Fragen

Wie viel Watt braucht eine Infrarotheizung pro Quadratmeter?

Als Faustregel nennt co2online je nach Dämmzustand etwa 60 bis 100 Watt je Quadratmeter; der Rechner nutzt drei eigene Stufen: 60 im Neubau, 80 bei normaler Dämmung, 100 im Altbau. Die Herstellerangaben liegen deutlich darunter — die Geräte in unserem Vergleich kommen zurückgerechnet im Median auf 40 W/m². Das ist der Unterschied zwischen „unterstützt den Raum“ und „macht den Raum allein warm“.

Was kostet eine Infrarotheizung im Betrieb?

Leistung mal Heizstunden mal Strompreis. Ein 1.600-Watt-Paneel, 5 Stunden am Tag über 6 Monate zu 30,4 Tagen und 37 Cent je Kilowattstunde (Durchschnitt 2026 laut BDEW, Stand August 2026) ergibt bei einer Taktung von 60 Prozent rund 876 kWh und damit etwa 324 Euro im Jahr. Ohne Thermostat läuft das Paneel durch, dann sind es rund 540 Euro.

Warum rechnet dieser Rechner mit 60 Prozent Taktung?

Weil ein Thermostat das Paneel abschaltet, sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist. Über die Heizstunden gemittelt zieht es deshalb nicht durchgehend seine Nennleistung. Rechnet man ohne diesen Faktor, kommt eine Zahl heraus, die kein Haushalt mit Regelung erreicht — und die Rechnung wird unbrauchbar hoch.

Spielt die Raumhöhe eine Rolle?

Ja, und sie fehlt in fast jeder Herstellerangabe. Die Regel mit 60 bis 100 Watt je Quadratmeter unterstellt rund 2,5 Meter Raumhöhe. Bei 3 Metern heizt du ein Fünftel mehr Luftvolumen; der Bedarf steigt entsprechend. Der Rechner fragt die Höhe deshalb ab und skaliert damit.

Lohnt sich eine Infrarotheizung als einzige Heizung?

Für Wohnräume, die den ganzen Winter warm sein sollen, selten. Infrarot wandelt Strom eins zu eins in Wärme, während eine Wärmepumpe laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme macht. Die niedrige Anschaffung spielt ihre Stärke dort aus, wo wenige Betriebsstunden zusammenkommen: Bad, Gästezimmer, Hobbyraum, Werkstatt.

Wie genau ist ein Infrarotheizung-Rechner?

Er arbeitet mit Fläche, Höhe und einer Faustregel — nicht mit Fensterflächen, Außenwänden oder dem unbeheizten Keller darunter. Für eine belastbare Auslegung gibt es die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Fachbetrieb. Der Rechner sagt dir, ob du in der richtigen Größenordnung suchst.

Annahmen geprüft am 1. Oktober 2026. Eine Rechnung mit offengelegten Annahmen, keine Prognose — dein tatsächlicher Verbrauch hängt an Dämmung, Nutzung und Wetter.